KAISERIN AUGUSTA

Kaiserin Augusta, die eine besondere Vorliebe für die Region entwickelt hatte, in der sie jeden Sommer für längere Zeit residierte, wollte das Koblenzer Rheinufer im Stil eines Landschaftsgartens gestalten: „Es soll dem Volke [...] geboten werden, ein Aufenthalt außerhalb der kleinen Wohnung und Gasse für Frau und Kind, des Wirtshauses für den Mann: als 'reine Luft' in jedem Sinne, Auf dass die [...] Gegend auch die Menschen zu erhöhtem und warmen Daseinsgefühle erhöbe.“


Im Ergebnis entstanden unter anderem eine Bibliothek in der Trinkhalle, ein Observatorium und zahlreiche Kunstdenkmäler und Plastiken an der Uferpromenade. In ihrem Testament vermachte Augusta der Stadt Koblenz einen bedeutenden Geldbetrag, der dem Erhalt und der Pflege "ihrer" Anlagen zukommen sollte und auch kam.

Kaiserin Augusta besuchte alljährlich bis wenige Wochen vor ihrem Tod im Januar 1890 das Schloss und die Stadt Koblenz, ihr "rheinisches Potsdam". 1902, zwölf Jahre nach Augustas Tod, wurde der zweite Abschnitt der Rheinanlagen, vom Kurfürstlichen Schloss bis zum Deutschen Eck, bebaut. Im 2. Weltkrieg wurde leider viel von der prunkvollen Ausstattung zerstört. Wegen des Engagements Konrad Adenauers für die Wiederherstellung der deutschen Demokratie wurde dieser Teil im Januar 1976 nach ihm benannt.